Zora

Nachfahrin des Meeres







Identität

Rasse Hohefürsten
Geschlecht weiblich
Alter 494 Jahre
Geburtstag 10.06.
Keine Angabe
Staatsangehörigkeit Thaugrien

Präferenzen

Mag Keine Angabe
Mag nicht Keine Angabe

Rolle

Funktionen Hohefürstin des Wassers
Glaube Keine Angabe

Sozial

Bande Fubuki
Il-Vernia
Kaen
Rai
U-Ranos (Unerfüllte Liebe)
Ausrichtung LG

Kurzzusammenfassung


Zora ist die Hohefürstin des Wassers und Hüterin aller Meere, Seen und Strömungen. Einst als Prinzessin der Nixen geboren, verlor sie ihr gesamtes Volk durch die Grausamkeit der Menschen. Aus Leid, Schuld und Verlust erwuchs eine neue Bestimmung. Zora wurde zur Dienerin der Götter erhoben und trägt seither die Verantwortung für das Wasser selbst. Trotz ihres Schmerzes entschied sie sich nicht für Rache, sondern für Schutz und Vergebung.

Biographie


Zora wurde unter dem Namen Azuria als Tochter der Königin der Nixen geboren. Sie war als zukünftige Thronfolgerin bestimmt und wuchs im Reich des Meeresvolkes auf, das in Harmonie mit den Küstenbewohnern lebte. Die Nixen galten für die Menschen als Bewahrer des Gleichgewichts zwischen Meer und Land. Besonders Azuria galt als übermäßig freundlich und einfühlsam, was das harmonische Zusammenleben mit den Menschen an Land begünstigte.

Diese friedliche Zeit endete, als ein Handelsschiff über dem Meeresreich sank. Die Bewohner des Meeres untersuchten das fremdartige Wrack und die geladenen Schätze, ohne zu wissen, aus welchem Land das Schiff stammte. Die Menschen der kleinen Landsiedlung am heutigen Tellius-See deuteten das Unglück als feindlichen Akt. Aus Angst und Zorn heraus griffen sie die Nixen an. Was folgte, war kein Krieg, sondern eine Ausrottung. Das gesamte Meeresvolk von Faergria wurde vernichtet. Die Menschen schnitten den Toten die Schwanzflossen ab und verzehrten sie. Azuria überlebte nur, weil ihre Mutter sie befahl, im Meerestempel zu bleiben.

Als niemand zurückkehrte, wagte Azuria den Weg durch den Verbindungstunnel zum See. Dort sah sie das Ausmaß des Grauens. Ihr Volk war ohne Gnade ausgelöscht. Überwältigt von Angst floh sie zurück ins Wasser, doch ein Mensch entdeckte sie und verletzte sie schwer am Rücken mit einem Speer. Mit letzter Kraft erreichte Azuria den Thronraum des Meerestempels. Dort, wo einst ihre Mutter regiert hatte, brach sie zusammen. In diesem Moment erschien ihr der Geist ihrer Mutter. "Mein Kind", so sprach ihre Mutter, "fürchte dich nicht. Ich werde immer in deinem Herzen weiterleben. Trage du als Letzte das Erbe unseres Volkes fort. Tränen mögen salziger sein als die See, doch das Meer in deinem Herzen ist süßer als jede Frucht auf dem Land. Solltest du einmal verzagen, so erinnere dich an meine Worte."

Azuria verlor das Bewusstsein und erwartete still ihren einsamen Tod.

Als Azuria ihre Augen erneut öffnete, stand eine fremde Frau vor ihr. Groß, anmutig und von warmer Ausstrahlung, mit langem blauem Haar. Azuria hielt sie zunächst für ihre Mutter, doch die Frau offenbarte sich als die Göttin des Schicksals. Azuria spürte Strömungen, Gezeiten und Tiefen, als wären sie Teil ihres eigenen Körpers. Ihre Wunden schlossen sich, der Schmerz verschwand. "Liebes Kind, so lausche meinen Worten. Als Erbin des Meeresvolkes verkörperst du die ruhigen Wogen und die preschenden Wellen des Wassers. Deine besondere Einfühlsamkeit und dein Glück stehen unter der Gabe eines Segens. Ich möchte, dass du dies nutzt, um über die Wasser Faergrias zu wachen, nicht nur für die Meereskreaturen, sondern auch für die, die an Land wandeln, besonders den Menschen. Lerne zu vergeben, da nicht alle sind wie jene, die dir Unrecht getan haben. Beginne in unserem Dienste ein neues Leben als Zora, die Hohefürstin des Wassers."

Schweren Herzens nahm Azuria dieses Schicksal an. Sie stand auf und als die Göttin verschwand, wollte sie nach draußen gehen. Bevor sie den Thronsaal verließ, ritzte Azuria mit einer Muschel Worte in die Rückseite des Thrones. Worte, die ihre Mutter ihr gesagt hatte und die ihr fortan Halt gaben.