| Rasse | Hohefürsten |
| Geschlecht | männlich |
| Alter | 610 Jahre |
| Geburtstag |
03.07.
Keine Angabe |
| Staatsangehörigkeit | Kluirm |
| Mag |
Aufrichtigkeit Avilas Essen Direkte Kommunikation Festivitäten Freunde Mut Regen Rüstungen Schmieden |
| Mag nicht |
Alkohol Bücher Haushaltsarbeit Hunde Ignoriert werden |
| Funktionen |
Hohefürst des Blitzes Hohefürst des Schmiedens (selbsternannt) |
| Glaube | Keine Angabe |
| Bande |
Amlin
Avila (Beste Freundin) Fubuki Hama Kaen Kaze Seloue U-Ranos Zora |
| Ausrichtung | CG |
Rai ist der Hohefürst des Blitzes und herrscht über die Gewalt der Elektrizität und wacht über die Berge Faergrias.
Rai, geboren als Fulgran, wuchs als einziges Kind bei seinem alleinlebenden Vater in dessen Taverne im heutigen Alt-Aegir auf. Viel Freude und Spaß erlebte Fulgran in seiner Kindheit nicht. Sein Vater war sehr streng und zwang ihn tags zu stressiger Arbeit in der Küche, nachts zur Bedienung des Gäste. Fulgran verabscheute beide Seiten des Lebens in der Taverne, doch lieber hetzte er stundenlang durch die Küche, als den in seinen Augen minderbemittelten Gästen der Schenke.
Als Fulgran heranwuchs, verkaufte sein Vater ihn an ein Freudenhaus in der Stadt, das an weibliche Kundschaft gerichtet war. Anlass für diesen Einfall seines Vater waren vermehrte Bemerkungen der Tavernengäste zu Fulgrans schönen und recht femininen Aussehens. Das letzte Mal, dass Fulgran seinen Vater sah, nahm dieser gerade einen bis zum Bersten gefüllten Sack Münzen entgegen. Bislang hatte sich Fulgran nie groß Gedanken über sein Verhältnis zu seinem Vater gemacht. Er kannte es nie anders. Doch in diesem Augenblick spürte er erstmals, dass er seinen Vater verabscheute. Mehr als alles andere in der Welt.
Fulgran wurde rasch in sein neues Zuhause gebracht und ohne Zeit zu verschwenden mit der künftigen Arbeit betraut. Als einzige männliche Person in der Einrichtung fand Fulgran keinen Anschluss zu seinen Kolleginnen. Diese machten sich regelmäßige Späße aus Fulgran. Oft musste er sich anhören, wie gut er es doch habe, ein solches Privileg geschenkt zu bekommen. Doch Fulgran sah das alles ganz anders. Auf einmal wünschte er sich nichts sehnlicher, als wieder in der Taverne seines Vaters arbeiten zu können. Obwohl der Umgang seiner Kundinnen mit ihm in der Regel friedlich waren, so wendete sich die Blatt als Fulgran mit der Zeit in der Stadt eine kleine Berühmtheit wurde. Immer mehr Andrang brach über ihn herein und sogar um seine Hand hielten viele der Damen an. Seine Kolleginnen erhielten immer weniger Aufträge und so entstand seitens Fulgran ungewollt eine bittere Rivalität.
In einer nächtlichen Aktion, als Fulgran schlief, schlich sich eine eingeschworene Gruppe aus einer Handvoll seiner eigentlichen Kolleginnen in sein Gemach und kratzen mit einer Stoffschere längs über sein Gesicht, getrieben aus Neid über Fulgrans Schönheit, die ihm vermeintlich so viel Andrang bescherte. Als Fulgran aufschreckte und sich im dunklen Raum zurechtfand, waren die Täter bereits verschwunden. Blut tropfte auf seine Bettdecke, wo er bemerkte, was geschehen war. Als er am nächsten Morgen vor die Aufseherin zum Appell trat, schimpfte sie ihn bitterlich aus und warf ihn ohne zu zögern auf die Straße. Schnell sprach sich in der Stadt herum, dass die einstige Schönheit Fulgran entstellt worden war, wodurch er in kürzester Zeit von den Leuten wie ein Aussätziger behandelt wurde.
Nicht mehr weiter wissend kehrte Fulgran aus Verzweiflung zur Taverne seines Vaters zurück. Dort sah er ihn bereits vor der Türe stehend, wie er sich mit finster aussehenden Gestalten zu unterhalten schien. Fulgran beobachtete, wie diese Männer seinem Vater große Holzkisten entrissen und prompt den Schauplatz wieder verließen. Aufgeregt trat er seinem Vater gegenüber, der niedergeschlagen seinen Kopf in die Hände legte. Als Fulgran seinen Vater ansprach, zuckte dieser auf und blickte ihn mit vor Wut glühenden Augen an. Ohne ein Wort zu sagen, schlug sein Vater Fulgran in den Magen, wodurch er zu Boden ging. Es war das erste Mal, dass sein Vater ihn schlug. Er war immer streng gewesen, dachte er, doch dass sein Vater einmal die Hand gegen ihn erheben würde, hätte sich Fulgran nie gedacht. Sein Vater murmelte etwas davon, dass Fulgran daran schuld sei, dass er alles Geld verlor. Nicht verstehend winselte Fulgran um Gnade, doch stieß dabei auf taube Ohren. Es dauerte wenige Minuten, in denen Fulgrans Vater wie ein Biest auf ihn einschlug und trat, bis Fulgrans Körper nachgab und zusammenbrach.
Beinahe von seinem eigenen Vater totgeprügelt, fand Fulgran sich in einer nächtlichen Seitengasse der Stadt wieder. Ein Mann, der noch schöner zu sein schien als er selbst, grinste in breit an. "Wie ich sehe, ist das zarte Pflänzchen wieder erwacht." Fulgran ballte seine Fäuste und fuchtelte wie wild nach dem Mann. "Ich weiß", antwortete dieser hämisch, "du hast einiges durchgemacht, doch zügele deinen Zorn. Nutze deine Energie lieber für etwas anständiges. Deine wilden Gefühle, die in dir hochkochen, sind wie die Blitze, die dem Donner folgen. Wie wäre es, wenn ich dir die Möglichkeit eines erfüllten Lebens gewähre? Im Gegenzug stellst du dich in unseren Dienst."
Fulgran verstand nicht recht, doch fühlte sich, als müsse er einfach zustimmen. Welche Optionen hatte er sonst? "Wunderbar, dann sollst du ab heute als Hohefürst Rai deine wilden Gefühle zu bündeln wissen und über die Blitze in den dunklen Wolken am Himmeln Einhalt gebieten."