Seloue

Wandelndes Lexikon







Identität

Rasse Hohefürsten
Geschlecht weiblich
Alter 1907 Jahre
Geburtstag 23. Tag des Blütenmondes
Staatsangehörigkeit Hal

Präferenzen

Mag Annalen
Ausschlafen
Bücher
Essen
Hyperspezifische Nischenthemen entdecken
Katzen
Lernen
Liebesromane
Liebliche Weine
Ordnung
Popkultur
Rotwein
Wertschätzung ihrer Interessen
Mag nicht Indirekte Personen
Langweiler
Liebespaare im nahen Umfeld
Trockene Weine

Rolle

Funktionen Gründerin der "Freifrau Seloue Universität"
Hohefürstin des Wissens
Leiterin der Großen Bibliothek in Frelia
Glaube N/A

Sozial

Bande Amlin
Avila
Fortuna
Hama
Justicia
Lavande (Lehrling)
Mudo
Ouin
Solenne
Thanatos
Theodoric
Turald (Kollege)
U-Ranos (Ziehsohn)
Ausrichtung N/A

Kurzzusammenfassung


Seloue ist die Hohefürstin des Wissens und Hüterin der gesammelten Weisheit Faergrias. Ihr Leben ist dem Erhalt, der Ordnung und der Weitergabe von Wissen gewidmet. Als Gründerin der Großen Bibliothek von Hal und der Freifrau Seloue Universität in Frelia prägt sie Generationen von Gelehrten. Hinter ihrer warmen, fast mütterlichen Ausstrahlung verbirgt sich eine entschlossene Persönlichkeit, die keinerlei Nachlässigkeit duldet, wenn es um den Schutz von Wissen geht.

Biographie


Das Leben vor dem Hohefürstentum

Seloue wuchs als Tochter einer hochangesehenen Familie auf. Schon früh wurde sie auf vielen Ebenen kultuell und akademisch gefördert. Als Kind lenrte sie allerlei Instrumente, klassische Tänze, Geschichte, Erdkunde und Mathematik. Hingegen zu anderen adligen Kindern, die ähnliche Förderungen ihrer Eltern erhielten, genoss Seloue dieses Leben. Seloue behauptet bis heute stolz, dass sie bereits im Alter von zwei Monaten fließend sorechen konnte. Das Wunderkind erklomm rasch die höchsten akademischen Ränge und mit 5 Jahren hatte sie bereits den höchsten Schulabschluss. Ihr stand ein prosperierendes Leben bevor, doch Seloue lehtne konsequent jegliche Angebote ab, an Königshöfen ganz Terralithias als Beraterin zu arbeiten. Seloue hatte stets nur das Lernen vor Augen. Ihre liebenden Eltern unterstützten sie dabei. Bis Seloue 21 Jahre alt war, lernte sie fleißig weiter und hatte bald jegliche Sachbücher Terralithias durchgewälzt. Als Seloue vergeblich bei ihren bekannten Importhändlern nach neuer Literatur fragte, fiel Seloue in ein tiefes Loch. Zum ersten Mal war sie mit der Situtation konfrontiert, nichts mehr lernen zu können. Seloue wusste schlichtweg bereits alles. Als Seloue eines nachts am Strand spazierte, sprach eine mysteriöse Gestalt sie in der Dunkelheit an. Seloue konnte nur schemenhaft erkennen, dass es sich bei der Person um einen großen, schlanken Mann handelte. Der Mann sprach exakt das aus, was Seloue in diesem Moment durch den Kopf ging. Perplex hielt Seloue für einen Moment inne, bis sie korrekt schlussfolgerte, dass es sich bei dem Mann um einen der fünf Götter des Animus handeln müsse. Niemand sonst hätte ihre Gedanken so auf den Punkt bringen können. Von den Göttern wusste Seloue bereits durch theologische Schriften, doch war immer skeptisch, ob so solch transzendale Kreaturen wahrhaftig existieren könnten. Seloue war an einem Punkt angekommen, an dem ihr alles egal war. Sie unterhielt den hypothetischen Gedanken, dass Götter wirklich existieren würden und stelle den Mann auf die Probe. Schnell antwortete ihr dieser empört, für wen Seloue sich halten würde, einen Gott zu hinterfragen. Darauf antwortete Seloue frech: "Die intelligenteste und allwissenste Person Terralithias". Der Mann fing an zu lachen. Er meinte zu Seloue, dass er sich wohl nicht in ihr getäuscht habe. Er erklärte, dass er schon seit geraumer Zeit ein Auge auf sie geworfen habe. Seloue sollte sich in den Dienst der Götter stellen und als Hohefürstin des Wissens ihrem Traum weiter folgen. Seloue fragte zunächst zögerlich, was er damit meinte. Als ihr schließlich klar wurde, dass dies die Möglichkeit sei, Wissen über die Grenzen der Elementarebene heraus zu erlangen, stimmte sie energisch zu.

Lehrerin und Mentorin

Seloues Hingabe gilt dem Wissen in all seinen Formen. Sie verfolgt das ehrgeizige Ziel, die gesamte Weisheit Faergrias zu archivieren und für kommende Generationen zu bewahren. Für sie ist Wissen kein Besitz, sondern Verantwortung. Bücher, Manuskripte und Aufzeichnungen betrachtet sie als lebendige Zeugnisse vergangener Gedanken und Kulturen. Die Große Bibliothek von Hal ist ihr Lebenswerk. Unter Seloues Führung wurde sie zu einem Ort des Lernens, der Begegnung und des offenen Austauschs. Historische Chroniken stehen dort neben esoterischen Schriften, Zauberbüchern und Reiseberichten aus fernen Ländern. Regelmäßig organisiert Seloue Vorlesungen, Diskussionsrunden und Förderprogramme für junge Gelehrte. Ihr Wirken reicht weit über die Mauern der Bibliothek hinaus und prägt das akademische Leben ganz Faergrrias.

Seloue ist bekannt für ihre zugängliche, liebevolle Art. Viele junge Gelehrte empfinden sie als beinahe mütterliche Figur. Sie begegnet Fehlern nicht mit Strafe, sondern mit Geduld. Ein oft erzählter Vorfall handelt von einem Studenten, der ein seltenes Manuskript beschädigte. Anstatt ihn zu tadeln, erklärte Seloue ihm die Bedeutung des Werkes und restaurierte es gemeinsam mit ihm. Diese Erfahrung führte dazu, dass der Student später ein angesehener Buchrestaurator wurde. Gleichzeitig besitzt Seloue eine strenge Seite. Respektlosigkeit gegenüber Büchern oder gedankenlose Unachtsamkeit lassen ihre sonst so sanfte Stimme scharf werden. Wer die Bibliothek gefährdet, lernt schnell, dass Wissen unter ihrem Schutz steht.

Trotz ihres gewaltigen Wissensschatzes begnügt sich Seloue nicht mit Theorie. Sie probiert aus, experimentiert und testet alte Rezepte und Zauber selbst. Alchemie, magische Artefakte und neue Lehrmethoden faszinieren sie gleichermaßen. Diese praktische Neugier macht sie für viele Studenten besonders nahbar. Oft wirkt sie weniger wie eine Hohefürstin, sondern wie eine leidenschaftliche Forscherin unter Gleichgesinnten. Diese Offenheit führte auch zu innovativen Archivierungs- und Lehrmethoden, die weit über Faergria hinaus Beachtung finden.

Das Wissen und die Liebe

Seloue hatte stets Pech in der Liebe. Schon früh erkannte sie, dass ihre tiefe Hingabe zum Wissen viele potenzielle Partner überforderte. Beziehungen scheiterten an mangelndem Verständnis oder fehlender Ambition. Besonders schmerzhaft war die Trennung von einem jungen Historiker, der ihr Streben zunächst teilte, sich jedoch von ihrem Ehrgeiz erdrückt fühlte. Trotz dieser Erfahrungen hat Seloue die Hoffnung auf Liebe nie ganz aufgegeben. Sie wünscht sich einen Partner, der nicht nur ihre Leidenschaft versteht, sondern sie teilt. Bislang blieb ihr dieser Wunsch verwehrt. Seloue trifft sich regelmäßig mit Avila zu Tee im großen Garten von Frelia, wo die beiden sich stundenlang über Romanzen unterhalten.

Ziehmutter von U Ranos

Im Jahr 136 n.V. entschied sich Seloue nach einem langen und intensiven Gespräch mit ihrer beinahe schwesterlichen besten Freundin Justicia, einer besonderen Bitte nachzukommen. Aus Gründen, die nur Justicia, deren Schwester Fortuna und Seloue selbst nachvollziehen konnten, nahm sie Justicias Sohn U-Ranos bei sich auf. Zunächst war Seloue skeptisch, da sie sich zuvor nie in der Rolle einer Mutter wiedergefunden hatte. Doch bald fand sie sich gemeinsam mit ihrem neuen Ziehsohn inmitten ihrer geliebten Bibliothek wieder, bereit, auch diese neue Herausforderung mit Weisheit und Geduld zu meistern. Seloue zog U-Ranos nach ihren Vorstellungen auf und lehrte den weltfremden Sohn der Göttin Justicia über vielerlei Aspekte des alltäglichen Lebens. U-Ranos bereitete Seloue viele sorgenvolle Jahre, doch über die Zeit begann sich Seloue an ihr Leben als Ziehmutter zu mögen. Vermehrt nahm Seloue U-Ranos auf Spaziergänge durch die Stadt mit, die beiden verreisten sogar oftmals in verschiedene Gegenden Faergrias. Als Seloue U-Ranos einmal zu ihrer Freundin Hama mitnahm, kam ihr die Idee, U-Ranos, sollte er das passende Alter erreichen, als Kleriker im Glauben Hamas auszubilden. Seloue als auch Hama hielten dies für eine exzellente Idee, nicht zuletzt, da Seloue in U-Ranos einen etwas anderen Sinn für Gerechtigkeit verspürte, als Justicia ihn verkörpert. Schließlich hatte sie die damaligen Worte ihrer engen Freundin verstanden. Obwohl Seloue insgeheim hoffte, U-Ranos als Student in die Magieakademie von Frelia eine akademische Laufbahn durchlaufen zu lassen, gab sie diesen Wunsch auf und verabredete mit Hama das Vorhaben.

Interessen und Eigenheiten

Obwohl sie alles Wissen hütet, hat Seloue besondere Vorlieben. Die in Faergria neuartigen Lokomotiven, Faergria-fremde Kulturen, Sprachen aller Art, orchestrale Musik und sogar zeitgenössische Popkultur Frelias faszinieren sie. Viele Studenten sind verwirrt, wenn sie mit Seloue sprechen, da sie wie eine gleichaltrige Kommilitonin wirkt.

Seloue ist zudem eine begabte Musikerin. Cembalo, Orgel, Akkordeon und Violine zählen zu ihren Lieblingsinstrumenten. Früher gab sie gelegentlich Solokonzerte in der Bibliothek.

Eine bekannte Eigenschaft Seloues ist ihre Aufmerksamkeitsschwäche. Sie erklärt diese selbst damit, dass sie sich schließlich alles merken müsse.

Seloue beherrscht sämtliche Sprachen Terralithias. Bei ihrer Erhebung zur Hohefürstin lehnte sie bewusst ein universelles Sprachverständnis ab, da sie sich die Freude am Sprachenlernen bewahren wollte.

Zu ihren Lieblingsbüchern zählen Liebesromane von Isabella von Natrow, die Annalen der verheerensten Kriege Terralithias sowie Romane aus Tougenkyou.

Abseits ihrer Arbeit ist Seloue eine ausgesprochene Genießerin der Weine Faergrias. Sie schätzt die Tiefe der Aromen und die Geschichten, die jeder Jahrgang in sich trägt. Nach erfolgreichen Tagen in der Bibliothek gönnt sie sich in ihrem Privatgemach ein Glas ihres Lieblingsweines, begleitet von Büchern über Weinbau und Kulturgeschichte. Niemals jedoch in der Nähe von ihren geliebten Büchern. Ein fester Brauch an der Universität besagt, dass die Jahrgangsbesten von Seloue zu einem gemeinsamen Tavernenrundgang mit reichlich Wein eingeladen werden. Zahlreiche Studenten haben seit jeher versucht, Seloue an ihre Trinkgrenzen zu bringen. Jedoch hatte hatte bisher niemand damit Erfolg.

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