| Rasse | Hohefürsten |
| Geschlecht | weiblich |
| Alter | 354 Jahre |
| Geburtstag | 14. Tag des Weinmondes |
| Staatsangehörigkeit | Adrestia |
| Mag |
Albträume Apfeltee Arkane Bücher Geister Leuten das Fürchten lehren Monster Schokolade Schwarze Katzen Tödliche Flüche Untote Violette Nelken |
| Mag nicht |
Gefühlsduselei Klatsch und Tratsch Lärm Unterlegen sein Übermäßige Freundlichkeit |
| Funktionen | Hohefürstin der Angst |
| Glaube | Malusdur |
| Bande |
Iddra
(Rivalin)
Malusdur (Gebieter) Serff |
| Ausrichtung | N/A |
Einst eine hoffnungsvolle Heilerin, die das Leid der Welt lindern wollte, ist Craindre heute das lebende Echo des Schreckens. Nach einem grausamen Verrat durch ihre eigene Familie und Freunde wandelte sich ihr Mitgefühl in bitteren Hass. Als Hohefürstin der Angst im Dienste Malusdurs herrscht sie nun über die Alpträume der Sterblichen.
Craindre wuchs im beschaulichen Dorf Daein auf. Trotz einer glücklichen Kindheit und liebevoller Eltern und Freunden war ihr Leben von Ängsten geprägt. Besonders die Angst vor dem Kontrollverlust quälte sie, da sie unter unberechenbaren narkoleptischen Anfällen litt. Diese eigene Verwundbarkeit weckte in ihr den Wunsch, anderen zu helfen. Sie vertiefte sich in die Kräuterkunde und die Magie, stets getrieben von der Hoffnung, ein Heilmittel für das Leid und die Furcht der Menschen zu finden.
Im Alter von zehn Jahren fand Craindre ein antikes Buch, verfasst in einer vergessenen Sprache. Zwei Jahre lang widmete sie jede freie Minute der Entzifferung, bis sie erkannte, dass es sich um einen arkanen Folianten aus dem untergegangenen Königreich Inidal handelt, ein Werk voller Wissen über Dämonologie. Ein Missgeschick beim Studium führte zur Beschwörung eines Dämons, der ihr einen Pakt anbot: Die Macht, alle Leiden zu heilen. Getrieben von ihrem Altruismus, schlug sie ohne Zögern ein.
Als sie ihre neu gefundene Kraft an einem Schulfreund ausprobierte, der sehr unter der Angst vor Insekten litt, bemerkte sie leider zu spät, dass der Dämon sie belogen hatte und ihr Freund binnen weniger Augenblicke vor ihren Augen qualvoll verstarb. Als die Mutter des Jungen nach dem Rechten sehen wollte und Craindre vor der zerfetzten Leiche ihres Sohnes vorfand, alarmierte sie umgehend die Dorfwache, die die weinende und aufgelöste Craindre festnahm.
Ihr wurde noch am selben Abend ein kurzer Prozess gemacht, nachdem ihre eigentlichen Freunde, Dorfbewohner und sogar ihre Eltern aussagten, dass sie sich seltsamen Interessen nachgab und im Bund mit dem Teufel stehen würde. Als Craindre bewusst wurde, dass ihre Lage aussichtslos war, ergab sie sich der Ungerechtigkeit und akzeptierte ihre nahende Hinrichtung. Wenige Stunden später auf dem verschneiten Dorfplatz begann Craindres Hexenprozess. Sie wurde zunächst von den Wachen mit deren Lanzen gestochen, um zu schauen, ob ihre Wunden wohl unnatürlich schnell verheilen würden. Nachdem dieser Test fehlschlug ließen die aufgebrachten Dorfbewohnen dennoch nicht nach.
An diesem schrecklichen Abend wurde Craindre mehrfach zur Bewusstlosigkeit gewürgt, getränkt und mit glühenden Eisen gebrandmarkt. Als sie schließlich entkleidet und an einen Pfahl gebunden über einen Scheiterhaufen gehängt wurde, vergoss Craindre letzte Tränen und verfluchte alle, die ihr Unrecht getan hatten - Personen, denen sie eigentlich vertraut hatte und sie ja auch nie etwas Böses wollte.
Als die Flammen begannen ihre Beine zu umschlingen, hörte sie plötzlich eine Stimme. Inmitten der Agonie erschien ihr Malusdur. Er bot ihr Rache im Austausch für ihre Treue an. Craindre nahm lachend an. Eine gewaltige Explosion zerschmetterte den Scheiterhaufen. Mit ihrer neuen, schrecklichen Macht zwang sie ihre einstigen Geliebten, ihre schlimmsten Ängste real zu erleben, bevor sie sie durch innere Verrottung hinrichtete.
Heute lebt sie zurückgezogen in den Drakensümpfen. Dort pflegt sie ihre dunklen Studien und ihre Rivalität mit Iddra, während sie als Malusdurs Hohefürstin die Welt das Fürchten lehrt.