| Rasse | Menschen |
| Geschlecht | Weiblich |
| Alter | 503 Jahre |
| Geburtstag | 25. Tag des Eismondes |
| Staatsangehörigkeit | Inidal |
| Mag |
Alkohol Exotische Früchte Muttersein Schicksal |
| Mag nicht |
Bittere Getränke Bockige Kinder Schlechte Laune |
| Funktionen |
Kartenlegerin Orakel am Königshof |
| Glaube | Einklang der Götter |
| Bande |
Amlin
(Tochter)
Andronikos Verstorbener Gatte |
| Ausrichtung | N/A |
Acilia war eine begabte Kartenlegerin und später das offizielle Orakel des Königshofes des untergegangenen Königreichs Inidal. Ihr Leben nahm eine tragische Wendung durch den frühen Tod ihres Ehemannes im Krieg gegen den Dämonenkönig Malusdur. Getrieben von Trauer und der Angst vor Vergänglichkeit wandte sie sich verbotener Zeitmagie zu, um für ihre Tochter Amlin unsterblich zu werden. Statt Erlösung fand sie göttliches Gericht, große Macht und schließlich einen selbstlosen Tod, mit dem sie andere rettete und ihre Schuld sühnte.
Acilia führte lange Zeit ein unauffälliges, friedliches Leben. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt als Kartenlegerin und Wahrsagerin und genoss einen guten Ruf für ihre Treffsicherheit und ruhige Art. In jener Epoche wurden die Götter Faergrias in Einigkeit verehrt, und die später bekannten Hohefürsten waren noch nicht in Erscheinung getreten. Ihre Fähigkeiten blieben nicht unbemerkt, und so wurde Acilia schließlich an den Königshof von Inidal berufen, wo sie als Orakel König Andronikos diente.
Während ihrer Zeit am Hof verliebte sich Acilia in einen Soldaten des Königreichs. Die beiden heirateten, und Acilia wurde schwanger. Doch ihrem Ehemann war es nicht vergönnt, seine Tochter je zu sehen. In einer Schlacht vor Alt-Aegir, dem damaligen Aegir, fiel er im Kampf gegen die Armee des Dämonenkönigs Malusdur. Sein Tod stürzte Acilia in tiefe Trauer und ließ dunkle Gedanken in ihr aufkeimen.
In dieser Phase der Verzweiflung reifte in Acilia ein folgenschwerer Entschluss. Durch ihre Arbeit am Königshof hatte sie von einem riesigen, verborgenen Archiv erfahren, in dem mächtige arkane Artefakte und verbotene Schriften lagerten. Heimlich verschaffte sie sich Zutritt zu diesem Archiv und fand ein Kompendium über die Manipulation der Zeit. Getrieben von dem Wunsch, für ihre noch ungeborene Tochter immer da zu sein, eignete sie sich in kurzer Zeit die verbotene Zeitmagie an. Ihr Ziel war nicht Macht, sondern Unsterblichkeit, begrenzt auf das Leben ihrer Tochter.
Beim Wirken eines mächtigen Zaubers verband sich Acilia unwiderruflich mit der Zeitmagie. Arkane Kraft durchströmte fortan ihren Körper, und ihre Kräfte wuchsen in einem Ausmaß, das mit jenem eines Hohefürsten vergleichbar war.
Kurz darauf brachte sie ihre Tochter Amlin zur Welt. Schon bei der Geburt erkannte Acilia, dass Amlin anders war. Das Kind zeigte früh Anzeichen besonderer Begabung. Noch als Kleinkind wirkte Amlin einfache Zeitmagie – instinktiv und ohne jegliches Wissen darüber. Diese Fähigkeit stellte Acilia immer wieder vor schwere Prüfungen, da sie ihre Tochter schützen musste, ohne deren wahre Natur offenbaren zu können.
Bei einem Besuch im Tempel vernahm Acilia die Stimme einer Göttin. Diese offenbarte ihr, dass Amlin von den Göttern auserwählt worden sei, um eines Tages als Hohefürstin der Zeit zu leben. Doch das göttliche Urteil war zweischneidig: Für ihre Sünde, verbotene Zeitmagie erlernt zu haben, müsse Acilia Buße tun. Das von ihr ersehnte unendliche Leben würde ihr verwehrt bleiben.
In einem späteren, tragischen Moment opferte Acilia ihr Leben, um zwei Helden und die Schwester des Dämonenkönigs vor dem sicheren Tod zu bewahren. Mit diesem Opfer bewies sie, dass ihre Motivation nie aus Eigennutz geboren war, sondern aus Liebe – zu ihrer Tochter und zum Leben selbst. Ihr Tod wurde zugleich ihre Sühne und ihr Vermächtnis.